WERKZEUGKASTEN

All you need …

… is Love. Liebe ist gut und wichtig aber längst nicht alles was zählt. Außer Liebe sind eiinige weitere Zutaten erforderlich, damit sich ein oberflächlicher Medien-Flirt zur festen Beziehung mit vorzeigaren Resultaten mausern kann. Absolut unverzichbar: Methodisches Wissen. Die Entschlossenheit, dich weiter zu entwickeln. Die Disziplin, deine Planungen einzuhalten. Und last but not least ein passender und im Laufe deiner Medien-Karriere ausbaufähiger Werkzeugkasten. In den Kasten packst du Foto- und Video-Equipment, Zubehör, Computer, Software, schnelles Internet und (wenn du dich mit eigener Webseite zeigen willst) Web-Space für deine Web-Präsenz.

Tipp: Erarbeite dir die zur Realsisierung deiner Projekte erforderliche Technik … später kannst du deiner Fantasie und Experimentierfreude freien Lauf lassen! Du musst nicht alles können und verstehen, aber die im Rahmen deiner Projekte  relevante Technik-Routine hilft dir, Abbrüche und Ergebnisfehler zu vermeiden.

Um dem Medien-Werkzeugkasten den passenden Rahmen zu geben, will ich mich hier auf die Einsteiger-Situation und damit auf die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände konzentrieren. Die für die Medienarbeit erforderlichen Grundtechniken – Texterstellung, Grafik, Foto-/Video-Produktion und Postproduktion inkl. Ton lassen sich mit dem heute allgemein zugänglichem digitalen Equipment auf hohem Niveau ausführen und trainieren.

Das Ergebnis zählt

Teurer und hochwertiger geht immer. Aber es macht wenig Sinn, Dinge anzuschaffen, deren Möglichkeiten du nicht einmal ansatizweise ausschöpft und die dir außer dem sinnlosen Luxus eines hohen Anschaffungs-Wertes keinen greifbaren Nutzen liefern. Die technische Entwicklung z.B. bei Kameras verläuft irrsinnig schnell – und genauso schnell verliert das gestern noch teure Gerät an Wert. Lass deine Ausrüstung deshalb lieber analog zu deinen wachsenden Fähigkeiten und deinem echten Materialbedarf wachsen! Wenn du stattdessen zu weit weg von Können und Bedarfslage einkaufst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich dein Bedarf anders entwickelt als als du gedacht hast, oder dass es – selbst wenn sich dein Bedarf so entwickelt wie von dir erwartet – eine bessere Lösung dafür gibt, als deine inzwischen veraltete Anschaffung von damals.

Tipp: Warum nicht günstig und gebraucht einsteigen? Später, wenn du  über Erfahrungswerte verfügst, wie und womit du am besten und am liebsten arbeitest, können deine Anschaffungen teurer werden. Entwickle deine persönliche Arbeitsweise. Nimm dir Zeit.

Glaube nicht jedem Hersteller-Versprechen und behalte im Hinterkopf, dass jedes Arbeitsmittel immer nur so gut sein kann, wie der Mensch der es bedient. Die Vorstellung, dass du mit deiner geplanten Anschaffung einen riesigen Qualitätsschub für z. B. Fotos oder Videos erreichen wirst, wird leider oft enttäuscht.

Fehlkauf-Falle

Nutze die Chance, vom durch andere gezahlten Lehrgeld zu profitieren. Ich selbst habe auch den einen oder anderen teuren Fehlkauf gemacht. Die teure Anschaffung lag dann später mehr als einmal zusammen mit niedrigwertigem Schrott ungenutzt in der Ecke. Dummer Nebeneffekt: Das Geld zur Anschaffung von etwas wirkliche Nützlichem, das ich mir später gerne gekauft hätte, fehlte dann. Warum habe ich die Anschaffung nicht benutzt? Der Grund ist ebenso simpel wie banal: Die Kamera oder das Schwebestativ ließen sich einfach nicht ausreichend komfortabel in meine Standard-Arbeitssituationen integrieren!

Tipp: Versuche, eine möglichst konkrete Vision davon zu entwickeln, wie du jetzt und zukünftig arbeiten möchtest – und welche System-Entscheidung deshalb am besten zu dir passt. Das gilt insbesondere für Foto- oder Video-Hardware, aber auch für Software-Lösungen. Und: Jedes neue Instrument, ganz gleich ob hard oder soft, zieht einen Einarbeitungsaufwand nach sich!

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei meiner Überlegung, welche Video-Kamera für mich die richtige ist, kam es mir darauf an, dass mir die Kamera die Möglichkeit von Wechselobjektiven in Kombination mit sucherunterstützter manueller Fokussierung bietet. Nur so kann ich analoge Linsen per Adapter anschließen und scharfstellen. So hatte ich schon in der Fotografie gearbeitet und so wollte ich es auch im Video-Bereich tun. Für jemand anderes mit anderer Arbeitsweise ist diese Qualität wohlmöglich drittrangig und ein anderes System geeigneter.

Mehr zu Video- und Fotoausrüstung, Haltesystemen, Computer und Software in den dafür vorgesehenen Folgeartikeln!